Dass Musik die Stimmung einer Person beeinflussen kann, das ist schon lange bekannt und das hat wohl jeder schon selbst erlebt. Mit Musik werden zudem Emotionen verbunden. Ob aber auch binaurale Töne Einfluss auf den jeweiligen Menschen haben, das ist noch nicht ausreichend erforscht, dennoch findet man binaurale Beats immer öfters im Internet. Doch was sind eigentlich binaurale Töne. Binaurale Töne sind Töne von unterschiedlicher Frequenz, die dem linken und rechtem Ohr zugeführt werden.

Das Grundprinzip auf dem binaurale Töne aufbauen, sind unterschiedliche aber dennoch ähnlichen Frequenzen, die man dem linken und dem rechtem Ohr zuführt, womit man versucht das menschliche Gehirn positiv zu beeinflussen. Ihnen wird unter anderem eine entspannende Wirkung zugesprochen. Je nach Tönen (Frequenzbereich) soll auch die Konzentration oder Kreativität gefördert werden. Manche behaupten sogar, dass binaurale Töne das Gedächtnis verbessern sollen sowie bei Schlafstörungen helfen können.

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Binaurale Töne

Binaurale Beats (Töne) werden mehrere Auswirkungen auf das Gehirn oder dem Körper zugesprochen. Je nach Größe des Frequenzunterschiedes zwischen linkem und rechtem Ohr unterscheiden sich die Effekte allerdings, was man sich zu Nutze macht. Delta-Wellen entstehen zum Beispiel dann, wenn der Frequenzunterschied zwischen linken und rechtem Ohr zwischen 0,1 bis 4 Hz liegt. Theta-Wellen entstehen zwischen 4 bis 8 Hz und Alpha-Wellen bei einem Frequenzunterschied zwischen 8 bis 13 Hz. Beta-Wellen, die bei einem Frequenzunterschied zwischen 14 bis 30 Hz liegen sollen zum Beispiel die Stimmung heben und die Konzentration fördern.

Binaural Beats 6Hz
Stereo-Kopfhörer

Kopfhörer sind für die Wahrnehmung binauraler Beats notwendig, nur so kommt es im Gehirn zur Überlagerung von Schallwellen, wodurch sich ein positiver Effekt einstellen soll, der sehr unterschiedlich ausfallen kann, wie bereits am Anfang ausgeführt. Personen mit epileptischen Problemen sollten allerdings auf die Anwendung von binauralen Tönen verzichten.

Auch wenn bereits 1839 der Physiker Heinrich Wilhelm Dove die binauralen Töne (Schwebung) entdeckt hatte, belegen bis heute nur einige wissenschaftliche Studien die Effekte, wodurch eine allgemeingültige Aussage zum heutigen Zeitpunkt nicht möglich ist und jeder selbst entscheiden muss, bzw. herausfinden muss, welche binaurale Töne für ihn / sie positive Effekte haben.

Zur Unterstützung seiner Auswahl kann man die 5 bekannten Frequenzbereiche aus der Neurologie hinzuziehen.

Delta-Frequenzbereich (Wellen): 0,1 bis 4 Hertz, ist die Phase des Tiefschlafs. Daraus leitet man her, dass binaurale Töne in diesem Frequenzbereich schlaffördernd sein könnten.

Theta-Frequenzbereich (Wellen): 4 bis 8 Hertz , ist die Rem Phase. Daraus leitet man her, dass binaurale Töne in diesem Frequenzbereich entspannend wirken könnten und dem Meditieren dienlich sein könnten.

Alpha-Frequenzbereich(Wellen): 8 bis 13 Hertz wird dem Zustand von geschlossenen Auge zugesprochen. Daraus leitet man her, dass binaurale Töne in diesem Frequenzbereich konzentrationsfördernd sein könnten.

Beta-Frequenzbereich (Wellen): 13 bis 30 Hertz ist die Wachphase. Daraus leitet man her, dass binaurale Töne in diesem Frequenzbereich konzentrationsfördernd sein könnten.

Gamma-Frequenzbereich (Wellen): Über 30 Hertz ist die Phase der Aufmerksamkeit und Sinneswahrnehmung. Daraus leitet man her, dass binaurale Töne in diesem Frequenzbereich aktivierend wirken könnten und so zum Beispiel beim Sport zu besseren Leistungen führen könnten.

Binaural Beats 11Hz
Binaural Beats 11Hz